Drei Diesel für Kleinsparer

Sparen in seiner schönsten Norm: Im Prüfstand-Zyklus begnügt sich der Corsa ecoFlex mit 3,5 l/100 km. Setzt er auch im Vergleich mit den genügsamen Dieselversionen von Mazda2 und Ford Fiesta Bestmarken?

Sollten Sie zu den wenigen Menschen gehören, die mit einem 306 PS starken, 2,2 Tonnen schweren BMW X6 xDrive 40d durch die Gegend bratschen, halten Sie mal Ausschau nach einem Opel Corsa 1.3 CDTI ecoFlex. Und danken Sie dessen Fahrer, dass er für Sie Verzicht übt. Das kommt so: Im Durchschnitt emittiert jeder Neuwagen in der EU 146 g CO2/km. Als 40d verbläst der X6 trotz allen Efficient-Dynamics-Geredes 198 g/km, liegt damit 52 g über dem Schnitt. Dem sparsamsten Corsa entfleuchen mit 94 g/ km dagegen 52 g weniger als dem Schnitt, womit der Opel die europäische CO2-Bilanz rettet. Er zählt wie die anderen kleinen Diesel zu den cleversten Autos überhaupt.

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Wir ersparen Ihnen hier die ermüdende Geschichte vom tapferen Aufstieg des Kleinwagens zum Vollwertmobil, stellen nur kurz fest, dass rund vier Meter Länge locker als Maß für Erstwagen genügen. Wobei der Corsa im Vergleich zu seinen Konkurrenten vier Passagiere am bequemsten beherbergt, mit dem größten Raumangebot und den langstreckentauglichsten Sitzen. Auf der zu tief positionierten Rückbank kommen selbst drei Erwachsene erträglich unter, vorn reisen Pilot und Co auf seitenhaltstarken, straff gepolsterten Sitzen. Nur die flachen A-Säulen mindern das Raumgefühl. All das ist aber nicht neu, sondern zählte schon vor dem Facelift im Januar 2011 zu den Corsa-Stärken. Nun trägt er außen eine neue Nase im Stil des Astra, möbliert sich innen etwas moderner. Die bedeutendste Neuerung steckten ihm die Opel-Techniker unter die Haube: Sie verbandeln den auf 95 PS erstarkten 1,3-Liter-Diesel im ecoFlex mit einem zuverlässig und schnell funktionierenden Start-Stopp-System.

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Es senkt den Normverbrauch im Vergleich zum ungestoppten 1.3 CDTI um 0,9 auf 3,5 l/100 km, fordert allerdings die Investition von 300 Euro und den Verzicht auf das Sechsganggetriebe – weil der Prüfstand-Zyklus NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) Autos mit Fünfgangbox bevorzugt. Im echten Leben erweist sich das als Nachteil. Die kleinvolumige Maschine fällt nach jedem der meist hakelig ablaufenden Gangwechsel in ein Turboloch, aus dem sie sich nur mühsam herausnagelt. Besonders störend wirkt sich die lange Getriebespreizung bei der Elastizität aus. Den Opel hängen Ford Fiesta und vor allem der Mazda2  da locker ab. Beide nutzen das gleiche, ebenfalls 95 PS starke 1,6-Liter-Triebwerk aus der Ford/PSA-Kooperation. Auch hier überzeugt der 1600er mit hoher Laufkultur, homogener Kraftentfaltung und strammem Durchzug. Selbst im Mazda2, der auf Sparhilfen verzichtet, genügen dem Selbstzünder im Test 5,3 l/100 km. Wie viel schon kleine Maßnahmen bringen, zeigt der Fiesta: Mit 4,7 Litern verbraucht er im Test noch ein Zehntel weniger als der Corsa mit Start-Stopp. 

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